Ehrenpreis „Leidenschaft Film “:
Dieser Preis soll nicht eine Einzelleistung oder einen Film herausstreichen, sondern soll Filmautoren ehren, die über viele Jahre, ja Jahrzehnte durch ihre vielfältigen Filmbeiträge eine Bereicherung des Österreichischen nichtkommerziellen Filmwesens geschaffen haben und deren Leidenschaft für das Medium Film spür- und erlebbar ist.
Der Vorstand des VÖFA hat beschlossen, den Ehrenpreis „Leidenschaft Film 2023“ zu verleihen an:
unseren Filmer-Freund und –Kollegen
Reinhold Wurm
vom Filmklub Kapfenberg!
Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Reinhold!
Ist ja immer interessant zu erfahren, wie unsere Preisträger überhaupt zum Filmen gekommen sind, das dann später zur Leidenschaft wurde: meist über Familien- und Urlaubsfilme, ev. Reisen.
Bei Reinhold trifft das nur bedingt zu. Sie werden es nicht glauben, aber schuld war Karl May! Fasziniert von dessen Erzählungen wollte er in jungen Jahren unbedingt einen Karl May-Film drehen. – Vom Filmen hatte er zwar noch keine Ahnung, Kamera besaß er auch keine, als Schauspieler könnten ja Freunde herhalten und irgendwo wird ja wohl auch ein Pferd aufzutreiben sein.
Leider ist aus diesem ehrgeizigen Projekt dann doch nichts geworden, aber es zeigt uns Eines: Eine überschwängliche Fantasie und Filmleidenschaft haben Reinhold Wurm schon in seinen frühen Jahren geprägt und ihm seinen Weg gezeigt.
Die nächsten 50 Jahre werden zeigen, dass er eigentlich für seine Leidenschaften Familie, Beruf, Schmetterlinge und Filme machen eine 10-Tagewoche mit je 48-Stundentagen benötigen würde.
Irgendwie hat er es ja dann doch hinbekommen.
Auslöser für seine wirkliche Filmfaszination war ein Bekannter seines Vaters, der ihm einen gestalteten und vertonten Reisefilm vorführte. – Ja, Film mit Ton, das war es!
Eine gebrauchte Kamera, Eumig C6, wurde erstanden und dem „Jungfilmer“ standen alle Wege offen. Oder? Man befand sich damals noch in der Ära von Normal-8 und da war ein vertonter Film technisch noch ein mühsames Unterfangen. Von Lippensynchronität gar nicht zu reden.
In den nächsten Jahren wird Reinhold Wurm noch viel Zeit und Energie investieren, um seine Ausrüstung immer wieder den technischen Entwicklungen angepasst zu optimieren.
Thematisch lässt sich unser Preisträger auch nicht wirklich festlegen. Begonnen hat er mit Klettertouren in der Türkei, wo er sogar einmal festgenommen wurde, über naive Malerei in Kroatien und aussterbende Schmetterlinge in unserer Natur. Über Töpferei, Geigenbau, einen Ausflug in das Spielfilmfach bis zur kritischen Betrachtung von Ereignissen in der NS-Zeit. – Was von einigen Filmkollegen und auch –Juroren nicht gerade begeistert aufgenom-men wurde und sogar dazu führte, dass er den Filmklub, dem er bis dahin angehört hatte, verließ.
Ein großer Wurf gelang ihm zur Jahrtausendwende mit dem Spielfilm „Forgive me Brother“, über einen schwarzafrikanischen Immigranten in Österreich, der teilweise in Afrika gedreht wurde und in dem über 80 Darsteller und Statisten mitwirkten. – Ein wahrlich kräfte- und zeitraubendes Projekt!
Lohn dieser Mühsal war der Staatsmeistertitel 2003 in Klagenfurt. Ironische Fügung: wurde doch gerade für diesen Film der Staats-meisterpreis vom damaligen sicher nicht besonders immigrations-freundlichen Landeshauptmann Jörg Haider überreicht.
In den etwa 50 Jahren seines mit Leidenschaft ausgeübten Film-schaffens hat Reinhold Wurm über 40 Filme geschaffen (Familien-filme nicht eingerechnet) und zwei Bücher geschrieben.
Sechs Landesmeister- und einen Staatsmeistertitel kann er auf seine Fahnen heften, unzählige Meisterschafts-Gold und andere Medaillen, Preise bei internationalen Festivals sowieso und fünfmal wurde ihm der Landesfilmförderungspreis zuerkannt.
Wie schon zu Beginn gesagt, Reinhold verfügt scheinbar über eine 10-Tage-Woche und 48-Stunden-Tage, sonst wäre das ja alles nicht möglich! Und eine Familie, die seine Filmleidenschaft mitträgt und mitleidet. Herzlichen Dank dafür auch von uns!
Letzte Zeit hat er es ein bisschen gemütlicher angehen lassen (er wird ja auch nicht jünger), sich mehr auf seine Schmetterlingsleiden-schaft konzentriert und uns ein paar wunderschöne Filme beschert.
Lieber Reinhold, so dürfen wir dir für dein filmisches Schaffen danken, mit dem du beiträgst, Farbe und Impulse in unser Film-geschehen einzubringen. - Und, wer weiß, vielleicht überrascht du uns ja doch noch zu guter Letzt mit einem Karl May-Film?
Unseren herzlichen Glückwunsch zur Ehrung „Leidenschaft Film 2023“! Wir wünschen dir unerschöpfliche Energie, Leidenschaft und Kreativität für noch viele weitere Filme! Alles Gute!
Eisenstadt, am 10. Juni 2023
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Bitte nicht auf die Filmmeldungen zum Minutencup-2026 im Rahmen der VÖFA-Staatsmeisterschaft-2026 vergessen.
Die Österreichischen Film-Autoren haben wieder sehr gut beim Videograndprix Liechtenstein abgeschnitten! Gratulation allen Preisträgern!
Jaqueline Rauter, Mitglied im Film- und Videoklub Villach, wurde von der größten Bundesländerzeitung zu einem Sommergespräch eingeladen.
Tief betroffen geben wir bekannt, dass unser Ehrenpräsident, Prof. DI Dr. Albert Hackl, im 97. Lebensjahr verstorben ist. - Wir danken Christiane Altinger-Wolfrum für die Verfassung des Nachrufs.
Große Ehre für den Film von Wilhelm Hafner, Alt-Obmann und Mitglied des Filmklub Ferlach, über die Ferlacher Büchsenmacher. Er schaffte es, in die Galerie des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen zu werden.
Für die Verfassung des Berichtes gebührt Dieter Leitner, Obmann des Film- und Videoclub Steiermark, ein großes Dankeschön!
Siehe: www.videoclub.at/voefa-staatsmeisterschaft-2025
Der Film Radar von Thomas Winkler durfte 2024 als einer von 100 ausgewählten Beiträge beim Kürzestfilm Festival im Gartenbaukino laufen. Jetzt ist der 12 Sekunden-Film ab 26. April für zwei Wochen auch auf den Infosscreens der Öffis in ganz Österreich zu sehen. Das heurige Festival findet am 18. Juni wieder in Gartenbaukino statt.
Franz Roch, IG AFC Gablitz, hat beim Britischen Amateur Film Festival BIAFF großartig abgeschnitten. Wir gratulieren herzlich!

Schon im Vorjahr passiert: Wolfgang Schwaiger (Filmklub Fieberbrunn) hat mit „Experiment Kigital“ beim 28. Videograndprix in Liechtenstein einen Goldenen Spaten für den besten Spielfilm gewonnen. Wolfgang Tschallener (Filmszene Klaus) hat beim gleichen Wettbewerb einen Goldenen Spaten für seinen Animationsfilm „Der Weiße Büffel“ erhalten. Dieter Leitner (Film- und Videoclub Steiermark) erreichte für seine Filme „Der Traum vom Fliegen“ und „78 Prozent“ jeweils einen Silbernen Spaten.

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